Hi Leute,

ich werde mal wieder versuchen ein paar interessante Sachen aus Korea zu verbreiten. Hoffentlich finden sich wieder ein paar Mitleser... ich freue mich auf jeden Fall über jede Nachricht aus der Heimat!

Bis bald...

Montag, 24. November 2008

4 Tage in Seoul als Belohnung für Hausaufgaben-Action

Sorry Leute,

Ich hatte die letzten beiden Wochen ziemlich viel mit der Uni um die Ohren. Ich mußte mehrere Hausaufgaben machen und durch meinen Trip nach Seoul auch noch früher abgeben. Was noch erschwerend dazu kam, war der Schaden an meiner Digitalkamera. Die habe ich jetzt aber hier in Beijing reparieren lassen und kann wieder meine eigenen Fotos machen. Besonders viel passiert ist hier in Beijing in der Zeit aber auch nicht. Wir haben den Beginn der Karnevals Session gebührend gefeiert und viel mehr fällt mir grad auch nicht ein. Wenn Ihr euch dazu ein Paar Berichte durchlesen wollt, könnt Ihr das gerne auf den Blogs, die ich unten verlinkt hab tun. Ich fands jetzt ohne eigene Bilder nicht so spannend. :)
Zurück zum Thema: Die 25-seitige "Vehicle crashworthiness and occupant protection" Hausaufgabe ist auch im Kasten und damit konnte es dann losgehen: Ab nach Südkorea, ab nach Seoul

Am Mittwoch Morgen mußte dann der Trekking-Rucksack gepackt werden, damit wir direkt nach der Vorlesung nach Seoul durchstarten konnten. Mit Wir meine ich: Paul, Jörn, Florian, Henning, Heiko, Daniel, Johannes, Guido und Ich. Wir haben uns dann 3 Taxis geschnappt und haben ohne Probleme unseren Flug bekommen. Sehr erfreulich ist auch, dass Keiner Probleme mit seinem Visum hatte und auch diesbezüglich alles reibungslos ablief, entgegen meinen Erwartungen.

Wir sind dann irgendwann Abends in Seoul gelandet und mußten uns erstmal koreanische Wons und Handies besorgen.
Bei den koreanischen ATMs waren wir am Anfang sehr skeptisch, weil nirgendwo ein Visa-Symbol zu sehen war und wir nicht wußten ob wir kostenlos Geld abheben konnten. Später war uns das dann aber egal, weil eigentlich alle ATMs so aussahen und ich bin mal gespannt, was später auf meiner Kreditkarten-Abrechnung steht.
In Korea ist es üblich, dass man sich als Tourist ein Handy mietet. Korea hat ein ganz anderes Mobilfunksystem. Roaming mit anderen Handies gibt es nicht und Koreanische Simkarten funktionieren auch nicht. 4 Leute aus unserer Gruppe haben sich da ein Handy geliehen. Damit waren wir schonmal für eventuelle Verlieraktionen gewappnet.
Nachdem wir dann mit dem Bus in die Innenstadt gefahren sind, hat uns Ray empfangen und uns zum Hostel begleitet. Ray ist Pauls Freund, den er im Rahmen eines Projekts in Aachen kennengelernt hat.
Das Hostel war sehr spartanisch eingerichtet, aber sehr gemütlich. Es gab, wie in Korea üblich, Fussboden-Heizung und 24h warmes Wasser. Außerdem war das Frühstück (Toast, Butter, Marmelade, Instant-Kaffee) inclu. Für den Preis war es echt top und die Lage war auch sehr gut. Nahe der Ubahn und der Partymeile Seouls.

Ok, Ich habe grad ne Viertel Stunde versucht herrauszufinden, was wir am ersten Abend gegessen haben. Es hört sich an wie "Tok Bukki", besteht aus dicken Reisnudeln in einer scharfen Sauce. Es ist eine Art traditionell Koreanisches Fastfood und sehr lecker. Vielleicht kann ich ja den Namen von dem Zeusch mal nachreichen, wenn ich mit ein paar Koreanern gesprochen hab.
Danach haben wir uns dann in eine Bar gesetzt und uns gewundert, warum Mitten in der Woche um 2 Uhr morgens nichts mehr los war :)

Am Donnerstag ging es dann los mit den Koreanischen Kulturschocks: Die Koreaner bleiben bei roten Ampeln stehen, hupen selten und Zigarettenstummel auf den Boden werfen kostet 50000 Won, also umgerechenet etwas weniger als 25 €. Was ich hier direkt auch erwähnen will: Taxifahren ist nicht so leicht wie es scheint in Korea. Wir haben dann später einen Trick entwickelt: Taxi vollmachen, Türen zu, dann erst dem Taxifahrer sagen, wo man hinwill und danach 10 Minuten anschreien, bis er endlich wiederwillig losfährt. Ich hab keine Ahnung, warum die kein Geld verdienen wollen.

Zunächt wollten wir uns die Stadt ein wenig anschauen und haben uns aus unserem Reiseführer eine Laufroute rausgesucht. Wir haben nichtmal die Hälfte geschafft, weil wir plötzlich auf einem großen Platz standen, wo schätzungsweise 2000 Frauen Kimchi machten. Kimchi ist eine typisch koreanische Beilage und es ist meistens kalter extrem, scharfer Kohl. Hört sich jetzt nicht so lecker an, aber ich find es nicht schlecht, wenn der Darm darauf klarkommt :)
Die ganze Veranstaltung ist eine Art Benefiz Aktion für die Armen, damit die auch Gimchi essen können. Wir haben uns dort ein paar Stunden aufgehalten und waren dort die Attraktion schlechthin. Wir wurden regelrecht mit Gimchi gestopft und Reuter und diverse andere koreanische Zeitungen haben jetzt viiiiele Fotos von uns.
Als wir uns dann endlich wieder losreissen konnten, war unser Hunger auf Gimchi erstmal getilgt. Wir haben dann ein koreanisches Restaurant aufgesucht und uns mit dem landestypischen Barbeque den Bauch vollgeschlagen.
Anschließend bin ich noch shoppen gewesen und hab mir nen neuen Pulli und Mütze gekauft. Nicht so spannend, aber ich erwähne es mal, weil meine liebe Mutter mich immer fragt, ob ich schon Winterklamotten gekauft hätte.
Wieder im Hostel angekommen, wollten wir dann zu Abend essen. Paul hatte Karen eingeladen und wir sind dann Alle zusammen zum Geheimtipp unserer Hostel-Mutter.
Jetzt kommt eine der besten Geschichten aus diesem Urlaub:
Nachdem wir zunächst weggeschickt wurden, weil nichts zu essen mehr da sein sollte, wurden wir dann doch noch herrein gebeten und nach einem kurzen koreanischen Gespräch zwischen Karen und dem Koch kam foldenes Statement: "I'm sorry. They just have lots of alcohol and meat. Do you still want to eat here?" Ok, Karen kannte uns noch nicht so gut, aber ein besseres Essen als das oben genannte, kann es ja für einen Deutschen nicht geben. Zum Ende wurden wir noch mit Soju bekannt gemacht. Hier ist das Getränk gemeint. Später sollten wir noch ein Mädel kennenlernen, die genau diesen Spitznamen hatte. Wir haben garnichterst nachgefragt warum. :)

Am Freitag sind wir dann morgens losgezogen um uns die EWHA Womans (keine Ahnung warum man das nicht Women's schreibt) University. Als alter Aachener Maschinenbaustudent muß man sich ja schließlich mal anschauen, wie so ein Pendant zu unserer Uni in der Heimat aussieht. Schöne Frauen und die passende Uni, da will man(n) gerne studieren. Ganz nebenbei soll das wohl die größte Frauenuniversität der Welt sein. Man weiß es nicht. Danach haben wir unsere, am Vortag begonnene, Laufroute fortgesetzt. Wir haben noch ein paar schöne Ecken gesehen und sind danach auf den Seoul-Tower geklettert, bzw Seilbahn hochgefahren. Zwischendurch gabs es dann nochmal "Tok Bukki" als Snack und ein Geburtstagsgeschenk für Guido haben wir auch gefunden. Die Sicht vom Tower war traumhaft und die Stadt sah irgendwie total friedlich und ruhig von dort oben aus. Anschließend bin ich in einen großen Elektronik-Markt gefahren, weil ich dem Michael versprochen hatte, dass ich Ihm den neuen Ipod Nano 16GB mitbringe. Der kostet nur so ca. 125€ in Korea.
Am Abend waren wir dann auf eine Privatparty des Kimchi Club. Ich weiß leider nicht, was das für eine Veranstaltung war, aber die Party war gut und ich habe auch direkt mal den ersten Platz bei der Verlosung gemacht. Dabei habe ich erstmal alle Deutschen nach vorne geholt, weil ich ja eine Flasche "Irgendwas" gewonnen hatte, die unbedingt geleert werden mußte und eine Rede halten sollte. :)
Die Nacht haben wir dann in einer der unzähligen HO Bars ausklingen lassen, mit den Koreanern gequatscht und Bier getrunken.

Der Samstag startete dann mit einer Fahrradtour. Henning und ich haben uns dann direkt mal ein Tandem gegönnt, weil man ja in China schon den ganzen Tag auf nem normalen Fahrrad rumdüst. Wir sind dann schön am Hangang (Fluss) entlang gefahren und haben uns noch das WM Stadion aus 2002 angeschaut. Das Wetter war leider nicht so der Knaller, aber dafür hatten wir ja auf dem Seoul Tower gutes Wetter und wir mußten dann beim Biken auch so nicht schwitzen. Nach der Fahrradtour sind wir dann mit Karen und Ray in die Public Sauna gegangen. Sauna läuft in Korea ein bisschen anders ab. Die Leute haben Alle eine Art Schlafanzug an. Dafür ist die Sauna dann auch gemischt, was für Asien nicht selbstverständlich ist. Es gab in der Sauna auch einen reinen Frauen und Männerbereich. Die habe ich mir allerdings Beide nicht angeschaut. In der Sauna konnte man sogar übernachten. Das ist billiger als ein Hotel und wenn wir das früher gewußt hätten, wäre das auf jeden Fall eine Überlegung wert gewesen. Nachdem wir in der Sauna gemütlich entspannt hatten, sind wir auf das 63 Building hoch. Von dort hatten wir eine geniale Sicht über die Stadt bei Nacht und nebenbei konnten wir uns noch die Hello Kitty Art Gallery anschauen. Der absolute Knaller. Die wollte ich doch schon immer mal sehen.
Anschliend haben wir uns das Koreanische Nachtleben angeschaut und kräftig mitgemischt. Zum Abschluss haben wir uns die Heimfahrt dann mit einem schwarzen Taxi gegönnt. Das Schwarz meint nicht die Arbeit des Fahrers sondern die Lackierung. Das sind die Luxus-taxis und kosten auch ungefähr das Doppelte. Dafür bekommt man allerdings auch einiges geboten. Der Fahrer kann Englisch, fährt dich dahin wo du willst, ohne das 10 Minuten Anschreien-Ritual, der Fahrer trägt einen Anzug und man sitzt auf echten Ledersitzen. Läuft!

Der Sonntag war dann ganz relaxt. Wir sind zum Changdeokgung Palast gefahren, bzw haben uns fahren lassen. Diesmal wieder mit dem normalen Taxi. Sehr schöne Anlage. Es ist schwierig zu beschreiben, ich lasse einfach die Bilder sprechen. Um 18 Uhr sind wir dann wieder zurück nach Beijing in unser geliebtes Chaos geflogen und auch sicher wieder gelandet.

Alles in Allem war es eine sehr schöne Reise. Vielen Dank nochmal an den Paulemann für die Vermittlung mit den Koreanern und auch an die Koreaner, dass sie sich so viel Zeit genommen haben und uns die Stadt als Insider gezeigt haben.

Das war jetzt viel Text, aber ich hab euch ja auch lange warten lassen. Ich gelobe Besserung und werde bis Ende der Woche die Fotos sortieren, zusammensammeln und die Besten hochladen.

Bis denne

Montag, 3. November 2008

Kanye West Konzert und noch ein paar Videos

Wieder was Neues aus good old China,

Ich war am Samstag im Worker's Gymnasium zum Kanye West Konzert. Wie es war? Nunja, ich sag mal: Chinese Style!
Aber fangen wir doch mal ganz am Anfang an.
Das Konzert war für 19:30 angesetzt. Ziemlich früh für ein Konzert, wie wir fanden. Aber ok, vielleicht ist das in China einfach so. Die Chinesen sind ja meistens Frühaufsteher und gehen dementsprechend auch früher ins Bett.
Wir haben dann herrausgefunden, dass vor Kanye noch ein DJ als "Vorgruppe" auflegt. Dementsprechend konnten wir dann doch etwas später dort hinfahren.



Als wir dann in Sanlitun im Worker's Gymnasium angekommen waren, wartete auch schon die nächste Überraschung auf uns.
Im ganzen Stadion gab es ausschließlich Sitzplätze. Sogar direkt vor der Bühne wurde gesessen. Dann wurde zu allem Überfluss noch richtig schön viel Platz zwischen den Reihen gelassen und zum Künstler war auch viiiiel zu viel Platz. Da müssen die Chinesen wohl noch einiges lernen.
Wie schon erwartet, kam mit sitzenden Zuschauern die Stimmung nicht so richtig in Fahrt. Heiko, Jörn und Ich wollten dann mal ein bisschen für Stimmung sorgen und haben uns recht weit unten vor die Bühne in den Gang gestellt. Nachdem wir dann ca. 10 Minuten lang die Sicherheitsleute ignoriert haben und uns der Chef der Sicherheitsteams die Wahl zwischen rausfliegen und auf unsere Sitzplätze setzen gelassen hat, haben wir uns der "Autorität" gebeugt.
Das Konzert war dann doch ganz gut, aber leider kein Vergleich mit deutschen Maßstäben.
Was auch noch erwähnenswert ist, dass die Chinesen es irgendwie hinkriegen das gesamte Stadion unmittelbar nach dem Konzert in 5 Minuten zu evakuieren. Das sieht dann ungefähr aus wie eine Massenflucht bei ausverkauftem Konzert mit grob geschätzten 3000 Menschen.
Außerdem haben wir son ungefähr alle Leute die wir in Beijing bisher kennengelernt haben im Stadion wiedergetroffen. Naja, vielleicht hab ich jetzt ein bisschen übertrieben, aber Beijing ist eben auch nur ein Dorf.
Unter Anderen haben wir auch die Su Fei von Sexy Beijing getroffen. Eine sehr sehenswerte Sendung auf Youtube.
Achso, bevor ich das vergesse: Es gab kein Bier auf dem Konzert! Wer hat da denn gepennt?

Hier schiebe ich mal noch 2 Videos vom Heiko nach. Die sind noch von unserem Trip in der National Holiday Week. Einfach anschauen und Spass haben.





Bis bald

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Yunmengshan Mountain - Ich war oben

Hi,

Hier kommt mein kurzer Reisebericht zu meiner Wochenend-Tour zum Yunmengshan:

Wir (Stefan, Jörn, Florian, Guido, Heiko, Basti, Tina und Ich) sind am Samstag um 10 Uhr zum Yunmengshan Nationalpark gestartet. Zunächst ging es mit dem Fahrrad zu Wudaokou, dann mit der U-Bahn nach Dongzhimen und danach mit dem Schnellbus in Richtung Nationalpark. Die letzten Kilometer mußten wir dann noch das Taxi nehmen, aber sind dann doch wie geplant angekommen.
Wie wir in unserem Excursion-Guide gelesen hatten, durfte man im Nationalpark Feuer machen und Grillen. Wenn wir uns die Sache mal genauer durch den Kopf hätten gehen lassen, wäre uns bestimmt aufgefallen, dass Nationalpark und offenes Feuer nicht so gut zusammen passen. Wir hatten auf jeden Fall voller Vorfreude Grillfleisch eingekauft und das Grillrost baumelte auch schön auffällig an meinem Rucksack.
Natürlich war Feuer machen, Grillen und Rauchen im gesamten Nationalpark verboten. Aber das hatten wir ja auch niiiiiiie vor. =P



Wir sind dann in den Nationalpark gestartet und haben uns vor dem Aufstieg noch schnell eine Nudelsuppe reingefahren. Bevor sich uns wirklich keine Möglichkeit zum Grillen geboten hätte und wir 2 Tage fast ohne Nahrung dagestanden hätten.
Danach ging es dann hoch auf den 1413,7 m hohen "Hügel". Wir haben natürlich den "hard and dangerous" Weg nach oben genommen. Der sollte schneller gehen und wir wollte schließlich auch noch den Sonnenuntergang auf dem Gipfel erleben.
Der Excursion-Guide hat den Aufstieg in 5 Std als "fairly easy" beschrieben. Damit war aber bestimmt nicht der unsere Weg gemeint. Wir haben den Aufstieg in 2,5 Stunden geschafft. Das hieß dann aber auch 2,5 Stunden ununterbrochen Treppensteigen. Naturtreppen wohlgemerkt. Wir sind dann auch trotzdem nach dem Sonnenuntergang auf dem Gipfel angekommen. Uns fehlten maximal 10 Minuten.
Oben auf dem Gipfel war es eisekalt und richtig windig. Unsere komplett durchgeschwitzten T-shirts sind gefroren. Heikos Shirt sogar in 10 Minuten vom Sonnenuntergang zum Gipfel...wie gesagt: Es war kalt!
Wir haben uns dann irgendwo im Wald eine große Grube gesucht um unser chinesisches BBQ zu starten. Leider muß ich dazu sagen, dass anscheinend alle Grillwürstchen in China süß schmecken. Keine Ahnung warum Die sowas machen. Das schmeckt einfach nicht. Satt sind wir aber trotzdem geworden.



Geschlafen habe ich in meinem 5 Grad Schlafsack von Decathlon gut. Aber es hätte auch wirklich kein Grad kälter sein dürfen. Die anderen Jungs mit ihren 15 Grad Schlafsäcken hatten da schon eine härtere Nacht und kein Auge zu gemacht.
Am nächsten Tag sind wir dann zum Sonnenaufgang aufgestanden und es hat sich absolut gelohnt. Danach nochmal ne Stunde aufs Ohr gehauen und den Berg wieder runter gewandert.
Alles in allem war das eine super Tour. Zum Abschluss haben wir noch einen Döner-Ersatz an der U-Bahn Station in Wudaokou gefunden. Mini-Fladenbrot mit Hähnchendöner plus Gurke, scharfe Sauce und Chili. Soweit habe ich das zumindest interpretieren können. Schmeckt aber sehr lecker. Das werde ich mir von Zeit zu Zeit mal gönnen. Der Laden besteht auch nur aus dem Dönerspieß und ist 1 Meter breit. Für 35 Cent kann man dann auch nicht meckern.

Hier jetzt der komplette Album:

Yunmengshan 25.10.2008


Soweit von mir
Bis bald

Montag, 27. Oktober 2008

Zeitverschiebung und wieder vom Berg runter

Hello again,

Jetzt neu: Zeitverschiebung 7 Stunden! Ganz Klasse! Jetzt muß ich für die Telefoniererei noch ne Stunde länger wach bleiben. Die Chinesen kopieren ja so viel, aber das haben sie noch nicht kopiert. Schade!

Unsere Bergtour war übrigens der Hammer! Den Bericht gibt es aber erst in ein paar Tagen, wenn ich auch alle Bilder habe und fertig mit dem aussortieren bin. Hier schonmal ein Panorama vom Stefan als Geschmacksanregung.



Bis bald

Freitag, 24. Oktober 2008

Gutes Wetter ausnutzen die 2.

Halli Hallo,

Da dieses WE immernoch gutes Wetter angesagt ist, haben wir wie schon angekündigt einen Trip geplant.
Ich habe mir einen Beijing Excursion Guide gekauft. Da stehen jede Menge kleinere Tages-Trips oder Wochenend-Exkursionen drin. Tolles Teil... Endlich habe ich mal ne kleine Übersicht, was man hier in der Umgebung machen kann. Zum Glück ist dieses Wochenende noch wenig stressig. Für die Midterm-Klausuren wird erst nächste Woche gelernt. :)
Für dieses Wochenende steht an: Die Besteigung des Yunmengshan Mountain. Der Hügel ist 1414 Meter hoch und steht im Yunmengshan National Park.
Der Park ist 82 km von Beijing entfernt und ist gut mit dem Bus zu erreichen. Ich rechne mit ca. 1,5 Std Fahrzeit.
Der Aufstieg dauert laut Guide 5 Std. Ich denke wir schaffen das auch in 4. ;-)
Wie ihr merkt bin ich diesesmal wesentlich besser informiert, als vor dem letzten Trip. Letztes Mal ging es mir nämlich ziemlich auf den Sack, dass ich keine Ahnung von garnix hatte.
Geplant ist oben auf dem Gipfel zu Zelten mit Grillski und Feuerchen.
Ich hoffe das Wetter wird so, wie der Wetterbericht es ansagt: Sonne satt und 17 Grad.
Bilder wird es leider von meiner Kamera wieder keine geben. Sie ist immernoch kaputt und wird erst frühestens am Montag in die Reperatur gegeben. Ich denke ich werde wieder die Fotos der anderen Mitstreiter bekommen.

Euch auch ein schönes Wochenende
Bis bald

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Urlaub und Kollateralschäden

So, da bin ich wieder!

Der Wochenendtrip war Super. Wir hatten absolut Glück mit dem Wetter und es hat auch fast Alles so geklappt wie wir uns das vorgestellt hatten.

Wir sind leider erst am Samstag losgefahren, weil wir keine Lust hatten am Freitag schon im Dunklen an der Mauer anzukommen und einige Leute am Freitag Labor für Produktionsmanagement hatten.
Also haben wir uns um 11 Uhr getroffen und wollten dann nach dem einkaufen durchstarten. Als erstes ging es dann mit dem normalen Stadtbus quer durch Beijing um von irgendwo aus dann einen Schnellbus Richtung Jinshanling zu nehmen. Irgendwie fuhr der Bus aber erstmal eine Stunde lang nach Süden, was genau die falsche Richtung ist. Die Mauer liegt eigentlich nördlich von Beijing. Wir haben uns nichts dabei gedacht und sind dann irgendwann in den Schnellbus umgestiegen. Was wir nicht wußten: Der Schnellbus braucht auch nochmal 4 Std+ bis wir dann endlich an der Mauer sind.
Das war eigentlich genau das, was wir schon am Freitag vermeiden wollten. Naja, zu diesem Zeitpunkt war es schon zu spät und wir haben unsere Tour dann fortgesetzt.

Wir haben es dann tatsächlich geschafft noch kurz vorm Sonnenuntergang an der Mauer anzukommen. Wie das aber in China so ist, wird es ratz fatz dunkel und ich hatte zum Glück auch keine Taschenlampe dabei. Ein Handy mit einem hellen Bild tuts aber kurzzeitig auch.

Nach 1-1,5 Std Fussmarsch auf der Mauer haben wir dann einen gemütlichen Platz auf der Mauer gefunden, wo wir unser Nachtlager dann aufgeschlagen haben. Mit ein wenig Gestrüpp und Holz aus dem umliegenden Wald haben wir uns dann ein Feuer gemacht an dem wir uns dann wärmen und das mitgebrachte Fleisch grillen konnten. Eines von meinen beiden Grillsteaks hatte sich leider im Rucksack selbstständig gemacht und die gekauften Käse-Würstchen schmeckten nach Mehl. Mit chinesischem Brot bin ich dann aber trotzdem satt geworden. Dann haben wir noch gemütlich unseren "Great Wall" Rotwein getrunken, die Sterne bewundert und sind um 1 Uhr todmüde ins Bett gefallen.

Wir wollten am nächsten Morgen unbedingt den Sonnenaufgang sehen und haben uns darum um 5:30 aus dem Schlafsack gepellt. Es hat sich absolut gelohnt, schaut euch die Bilder an.

Den Rest des Tages sind wir dann nach Simatai gewandert. Wie weit das genau ist, kann ich euch nicht sagen. Ich glaube wir waren irgendwann um die Mittagszeit da und haben dann dort den restlichen Tag an einem Teich verbracht.

Kurz vor der Abreise haben wir alle noch sone Art Seilrutsche benutzt. Damit wird man quer über einen See auf das andere Ufer transportiert und hängt die ganze Zeit über nur in einem Klettergurt. Ich hab mal das Video von Sebastian hochgeladen. Einfach anschauen und Spass haben :)



Hier gibt es noch eine Auswahl an Bildern vom Wochenende:
The Great Wall Trip 18.10.08


Leider wurde das Wochenende von 2 Verlusten bei mir überschattet:
1. Meine Digicam hat in den ersten Stunden der Anreise den Geist aufgegeben. Dadurch konnte ich leider keine eigenen Fotos schießen.
Ich werde die Tage mal einen großen Elektronikstore aufsuchen um mir einen Kostenvoranschlag für die Reperatur machen zu lassen. Das wird mit meinen Chinesisch-Kenntnissen wieder interessant.



2.Am Sonntag mußte ich feststellen, dass mein Fahrrad geklaut wurde. Wie ärgerlich ist das denn? Grade ein Bild in den Blog hochgeladen und schon weg... :(
Montag und Dienstag habe ich mich dann um ein neues gebrauchtes Fahrrad gekümmert. Ich habe dann das kaputte Fahrrad vom Ferit abgekauft und es reparieren lassen.
Seit heute Abend bin ich wieder mobil. Die Strecken sind doch recht weit, wenn man Alles zu Fuss erledigen muß.

Bilder vom neuen Fahrrad folgen. Ich hoffe das wird dann nicht auch sofort geklaut. Mal sehen...

Für dieses Wochenende haben wir auch schon einen Plan geschmiedet. Ob wir Ihn wirklich durchziehen wissen wir noch nicht, aber wenn das Wetter immernoch gut ist, werden wir wohl wieder unterwegs sein.

Bis bald

Freitag, 17. Oktober 2008

Große Pläne fürs Wochenende

Moin,

Da wir hier in Beijing derzeit noch Bombenwetter haben, wollen wir so früh wie möglich unseren kühnen Plan in die Tat umsetzen. Es geht um folgendes: Wir haben uns überlegt, dass es ja bestimmt ein tolles Erlebnis ist, wenn man eine Nacht in einem Wachturm auf der großen Mauer verbringt.
Wir haben uns das so vorgestellt. Wir wollen Samstag morgen mit dem Bus zur Mauer fahren, in einem touristischen Gebiet auf die Mauer steigen und dann von dem einen touristischen Gebiet zu einem Anderen laufen. Leider hab ich mir die Namen der Gebiete nicht gemerkt. Was wohl sehr schön ist, dass man auf einem komplett restaurierten Stück Mauer startet und dann so lange läuft, bis von der Mauer quasi nicht mehr viel übrig ist. Später wird dann Alles wieder besser, bis man wieder auf einem Perfekt restaurierten Stück angelagt ist. Soweit ich weiß, werden die Tagesmärsche 20km+ haben. Ich bin mal gespannt, wie anstrengend das wird. Immerhin müssen wir allerhand Zeug mitschleppen: Schlafsack, Isomatte, Zelt, Grill, natürlich Klamotten usw. Das Zelt ist eigentlich nur für Notfälle gedacht. Geplant ist, wie schon gesagt, auf der Mauer zu schlafen.

Ich habe vor ein paar Tagen mit dem Klettern angefangen. Das ist echt ein geiler Sport. Macht übelst Laune und wenn man dann so in 12 Meter+ Höhe völlig auf sich alleine gestellt ist und die Arme langsam müde werden, ist das auch ein interessantes Gefühl :) . Ich habe mir gestern ein paar Kletterschuhe und einen Kreidesack gekauft. Alles zu sehr moderaten Preisen. Mir wurde von den Jungs bei der Peking Universität ein Shop empfohlen, bei dem es die komplette Ausrüstung billiger gibt. Der Laden hat ungefähr 3x3 m Fläche und die Leute die da "arbeiten" können kein Englisch. Aber ich hab alles bekommen was ich wollte und konnte Denen sogar klar machen, dass ich den Rabatt für den Kletter-Verein der Peking Universität bekomme, wo ich natürlich KEIN Mitglied bin.
Das Klettern an der Peking Uni ist auch interessant, weil dauernd Leute fragen was man denn studiert und wir dann immer lügen müssen. Economics... ;-)

Dann hab ich gestern mal einige Fotos von meinem Handy auf den laptop gezogen. Sind auch ein paar interessante Sachen dabei.
Ich leg einfach mal los:

I proudly present: Mein neues Fahrrad. Wie schon geschrieben für 33 € gekauft und bis jetzt tut es seine Dienste hervorragend, abgesehen von der zerstörten Hinterradfelge.
Ich bin mal gespannt wie lange es dauert, bis das gute Stück so aussieht:


Bei uns um die Ecke (OK, um die Ecke hat sich bei mir, seit ich in China bin, ein bisschen geweitet: 20 Min mit dem Fahrrad) ist das Lotus Center. Eine große Shopping Mall, wo man alles kaufen kann, was der Chinese so zum Leben braucht.

Haifisch Fleisch


Hühnerfüsse


Schweinefüsse
Ja, die Chinesen essen gerne Füsse. Warum auch immer...

Und das Wichtigste: Die Stinkfrucht. Keiner weiß wie sie wirklich heißt und sie ist der Grund, warum es in der Obst Abteilung eigentlich immer stinkt. Wie man vielleicht sehen kann, läßt sich diese Frucht von der Größe einer Kokusnuss oder größer schlecht in der Hand halten. Das Gerät ist verdammt schwer und spitz. Also ich hatte so etwas vorher noch nie gesehen.



Ich glaub ich habe mich mal wieder lang gefasst.
Bis denne