Hi Leute,

ich werde mal wieder versuchen ein paar interessante Sachen aus Korea zu verbreiten. Hoffentlich finden sich wieder ein paar Mitleser... ich freue mich auf jeden Fall über jede Nachricht aus der Heimat!

Bis bald...

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Merry Christmas und Nacht Markt am 23.12.



Frohe Weihnachten aus Beijing!

Ich wünsche Allen meinen fleißigen Lesern und ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest. Laßt euch reichlich beschenken und genießt das leckere Essen. Ich war gestern mit ca. 40 Leuten, hauptsächlich den Aachener Austauschstudenten im Deutschen Restaurant "Wirtshaus am See". Bevor ich dazu etwas erzähle, muß ich noch die Fotos sortieren. :)



Jetzt erstmal etwas zum Nacht Markt in Wangfujing. Wir (Jörn, Heiko, Paul, Daniel und Ich) haben uns am Dienstag kurzerhand dazu entschlossen die Lernerei kurzzeitig zu beenden und uns ein wenig Peking anzuschauen. Wir sind dann mit dem Taxi zum Nacht Markt in Wanfujing gefahren. Dort gibt es Allerlei Köstlichkeiten, wie Schlange, Skorpion etc. Nichts für jeden Tag, aber wenn man soetwas schonmal essen kann, wieso nicht. Wir haben uns dann auch schön den Magen mit diversen Spießen vollgeschlagen und ich war echt überrascht, dass meine Verdauung das Alles problemlos mitgemacht hat. :)
Jedenfalls habe ich mich dann noch ein wenig weiter auf diesem Markt umgeschaut und ich muß sagen, dass mir diese Holzmasken sehr gut gefallen haben. Bei einem Verhandlungsstartpreis von 38 € denke ich mal, dass ich in nicht so touristischen Ständen durchaus einen Preis von 5 € rausschlagen könnte. Schwierig ist natürlich, wenn man sich einmal für etwas interessiert hat, sich von den Verkäuferinnen loszureissen. Die umklammern dich dann gerne an beiden Armen und betteln um deinen letzten Preis, den man natürlich nicht sagen will. Da hilft dann nur: "Fass mich nicht an!" und "Hau ab!" auf Chinesisch.
Leider habe ich von diesen Masken keine Fotos.

Hier noch das Fotoalbum zum Nachtmarkt.

Night Market 23.12.


Bis bald

Montag, 22. Dezember 2008

Exkursion zu Hyundai und Yanjing Beer

Hallo Leute,

Der Kurs Produktionsmanagement hat am Freitag eine Exkursion zu Hyundai und Yanjing gemacht. Eigentlich habe ich diesen Kurs garnicht, ich wurde aber trotzdem gefragt, ob ich nicht mitkommen möchte. Da habe ich natürlich nicht lange überlegt. Am Schreibtisch Bücher wälzen oder eine Exkursion. Da fällt wie Wahl wohl nicht schwer!
Das Wetter war wie immer gut und um 12:30 ging es dann mit dem Bus los. Ich habe mir zu diesem Zeitpunkt schon so meine Gedanken gemacht, wie man in einem halben Tag 2 Werksbesichtigungen durchziehen kann, zumal die Chinesen ja nicht gerade dafür bekannt sind lange zu arbeiten. Meistens gibt es um 17:30 Abendessen. Gut danach wird häufig weitergearbeitet, aber der Termin steht. Und im Stehen mal eben ein Butterbrot reinfahren geht in China schonmal garnicht.

Erste Station war das Hyundai Werk in Beijing. Nachdem wir einen kurzen Propagandafilm gezeigt bekommen haben, ging es in die Endmontage. Dort durften wir dann den Chinesen zugucken, wie sie mit Schlagschraubern die Autos zusammenbauen. Leider nicht besonders interessant. Die Sache war auch schon relativ schnell wieder vorbei, weil uns nur diese eine Halle gezeigt wurde. Man muß sagen, dass die Halle wie geleckt aussah, aber ich bin der Meinung, dass am Freitag Besuchstag ist und darum alles piko bello aussah.
Einige Chinesen waren auch schon das 3. oder 4. Mal da. Die werden wohl öfters mal dahin gefahren und durch diese eine Halle geführt. Sehr interessant :)

Anschließend ging es dann zur Brauerei. Da ich ja weiß, wie diese Brauereiführungen in Deutschland abgehen, bin ich schon händereibend aus dem Bus ausgestiegen. Mein Optimismus war zwar schon ein wenig gedämpft durch die schwache Performance von Hyundai, aber davon wollte ich mich ja nicht beirren lassen. Schließlich ist Yanjing das Bier aus unserem Bier Automaten im Erdgeschoss und schmeckt ähnlich wie Kölsch.
Die Werksführung hat mich dann doch sehr überrascht. Diesesmal hatten wir nichtmal einen Führer. Die (riesengroße) Yanjing Brauerei hat eine extra Show Brauerei, wo man dann als Gruppe alleine durchlaufen kann.

Zum Schluss sind wir dann in die Yanjing Bar gekommen. Dort wurde dann jedem ein Pappbecher in die Hand gedrückt. Für den 2. Becher mußte ich mit den hartnäckigen Mädels verhandeln.
Wir waren um 16 Uhr wieder an der Tsinghua University. Wenn man jeweils eine Stunde An- und Abfahrt abzieht, haben wir in 1,5 Std 2 Werksführungen gemacht. Vielleicht waren es auch nur 45 Minuten für die Strecke, aber bei den Chinesen wir eben nicht getrödelt. ;-)
Ich beweg mich mal wieder an meinen Schreibtisch...

Bis bald

Samstag, 13. Dezember 2008

Shit loads of work

Hey Leute,

Im Moment geht es hier in Beijing drunter und drüber. Anstatt die Hausaufgaben weniger werden zu lassen, weil bald die Klausuren vor der Tür stehen, kriegen wir irgendwie immer mehr Arbeit und wissen nicht so recht, wie wir das Alles geregelt kriegen sollen.



Zu allem Überfluss, sollen wir jetzt noch einen Research Proposal von 15 Seiten und eine Präsentation von 15 Minuten über unsere Studienarbeit halten. Da die Meisten, so wie ich, noch nicht mit der eigentlichen Arbeit angefangen haben, wird das sicher noch interessant. Natürlich soll diese Präsi auch unmittelbar vor oder zwischen den Klausuren gehalten werden. Sehr schön!

Ganz nebenbei muß ich dann noch für die Klausuren lernen und mir einen Plan aufstellen, wo ich nach den Klausuren Urlaub mache. Das ist immerhin das Wichtigste!

Irgendwie haben die Chinesen das mit der Organisation noch nicht so raus! Das soll jetzt auch keine Beschwerde sein, ich will nur mal ein bisschen rumjammern und mich entschuldigen, dass hier im Moment nichts passiert.

Natürlich haben wir über Weihnachten und Neujahr NICHT frei.

Bis die Tage

Samstag, 6. Dezember 2008

Huch...der Winter ist da!

Draußen von Beijing da komm ich her,
Ich kann euch sagen: Es weihnachtet sehr! NIIIIICHT!!!

Heute ist Nikolaus! Und jetzt?
Wir haben ein recht ungemütliches Nikolausgeschenk bekommen. [Eigentlich war es einen Tag zu früh, aber egal. Etwas besseres ist mir jetzt nicht eingefallen :) ] Seit vorgestern ist es arschkalt in Beijing. Wo wir vorher noch 4°C nachts abgelesen haben, isses von einem Tag auf den Anderen -10°C. Keine Ahnung was da passiert ist. So einen Temperatursturz erlebt man nicht alle Tage.



Wenigstens hab ich seit 2 Monaten keinen Regen mehr gesehen. Den will ich bei -10°C aber auch nicht erleben. Wenn ich wieder nach Deutschland komme, bekomme ich bestimmt Depressionen. Besonders in Aachen. Ich bin mal gespannt, wann es hier das erste Mal schneit. Hier in Beijing halten Die bestimmt nicht viel von Winterreifen. Das kann nur lustig werden

Leider ist im Moment unimäßig wieder richtig viel zu tun. Ich muß 2 Präsentationen vorbereiten, viele Hausaufgaben a.bgeben und langsam anfangen für die Klausuren zu lernen wäre auch nicht schlecht.

Ich denke ich kann mein Gewissen nächste Woche wieder überlisten und fahr mal in die Stadt zum einkaufen.

Bis dann

Montag, 1. Dezember 2008

Bilder aus Seoul und erster Advent

Hallo Leute,

Ich hätte gestern doc tatsächlich fast den ersten Advent verpasst. Hier in Asien wird im Gegensatz zu Europa Weihnachten eher klein geschrieben. Wenn mich gestern Abend nicht ein paar Kumpels darauf aufmerksam gemacht hätten, wäre der erste Advent einfach an mir vorbeigezogen. Ich werde die Tage mal in die Innenstadt fahren und ein wenig Weihnachtsstimmung suchen. Allerdings bin ich da noch nicht so optimistisch.

Wir haben uns dann gestern beim Jörn aufm Zimmer versammelt um die erste Adventskerve anzuzünden. Ich glaube Jörn hat auch nur eine Kerze, somit wird das mit dem Adventskranz auch eher schwierig. Abgesehen davon sind Kerzen im Wohnheim wegen Brandgefahr verboten. Ich mußte bei meiner Duftkerze den Docht abschneiden, sonst hätten die Mädels mir sie abgenommen. Vielleicht können wir ja noch irgendwoher Kerzen auftreiben. Die müssen dann halt genau wie der Heizlüfter versteckt werden.
Für den Weihnachtsbaum haben wir uns auch schon ein paar Kiefern auf dem Campusgelände angeschaut. Ich bin mir nur noch nicht so sicher, ob die Chinesen das so gut finden, wenn wir hier anfangen die Bäume zu fällen. :) Mal gucken was sich da noch so ergibt.
Heute, passend zum 1. Dezember ist das Paket von meinen Eltern angekommen. Viele Süßigkeiten und ein Selbstgemachter Adventskalender waren drin. Ich hab mich tierisch gefreut und langsam kommt auch son bisschen Weihnachtsstimmung auf.

Hier kommen noch die versprochenen Bilder von Seoul.
Ich glaube das nächste Mal versuche ich die Bilder gleichzeitig mit dem Bericht zu veröffentlichen. Das liest sich dann besser, auch wenn man länger auf den Bericht warten muß

Bis bald

Seoul 23.11.2008

Montag, 24. November 2008

4 Tage in Seoul als Belohnung für Hausaufgaben-Action

Sorry Leute,

Ich hatte die letzten beiden Wochen ziemlich viel mit der Uni um die Ohren. Ich mußte mehrere Hausaufgaben machen und durch meinen Trip nach Seoul auch noch früher abgeben. Was noch erschwerend dazu kam, war der Schaden an meiner Digitalkamera. Die habe ich jetzt aber hier in Beijing reparieren lassen und kann wieder meine eigenen Fotos machen. Besonders viel passiert ist hier in Beijing in der Zeit aber auch nicht. Wir haben den Beginn der Karnevals Session gebührend gefeiert und viel mehr fällt mir grad auch nicht ein. Wenn Ihr euch dazu ein Paar Berichte durchlesen wollt, könnt Ihr das gerne auf den Blogs, die ich unten verlinkt hab tun. Ich fands jetzt ohne eigene Bilder nicht so spannend. :)
Zurück zum Thema: Die 25-seitige "Vehicle crashworthiness and occupant protection" Hausaufgabe ist auch im Kasten und damit konnte es dann losgehen: Ab nach Südkorea, ab nach Seoul

Am Mittwoch Morgen mußte dann der Trekking-Rucksack gepackt werden, damit wir direkt nach der Vorlesung nach Seoul durchstarten konnten. Mit Wir meine ich: Paul, Jörn, Florian, Henning, Heiko, Daniel, Johannes, Guido und Ich. Wir haben uns dann 3 Taxis geschnappt und haben ohne Probleme unseren Flug bekommen. Sehr erfreulich ist auch, dass Keiner Probleme mit seinem Visum hatte und auch diesbezüglich alles reibungslos ablief, entgegen meinen Erwartungen.

Wir sind dann irgendwann Abends in Seoul gelandet und mußten uns erstmal koreanische Wons und Handies besorgen.
Bei den koreanischen ATMs waren wir am Anfang sehr skeptisch, weil nirgendwo ein Visa-Symbol zu sehen war und wir nicht wußten ob wir kostenlos Geld abheben konnten. Später war uns das dann aber egal, weil eigentlich alle ATMs so aussahen und ich bin mal gespannt, was später auf meiner Kreditkarten-Abrechnung steht.
In Korea ist es üblich, dass man sich als Tourist ein Handy mietet. Korea hat ein ganz anderes Mobilfunksystem. Roaming mit anderen Handies gibt es nicht und Koreanische Simkarten funktionieren auch nicht. 4 Leute aus unserer Gruppe haben sich da ein Handy geliehen. Damit waren wir schonmal für eventuelle Verlieraktionen gewappnet.
Nachdem wir dann mit dem Bus in die Innenstadt gefahren sind, hat uns Ray empfangen und uns zum Hostel begleitet. Ray ist Pauls Freund, den er im Rahmen eines Projekts in Aachen kennengelernt hat.
Das Hostel war sehr spartanisch eingerichtet, aber sehr gemütlich. Es gab, wie in Korea üblich, Fussboden-Heizung und 24h warmes Wasser. Außerdem war das Frühstück (Toast, Butter, Marmelade, Instant-Kaffee) inclu. Für den Preis war es echt top und die Lage war auch sehr gut. Nahe der Ubahn und der Partymeile Seouls.

Ok, Ich habe grad ne Viertel Stunde versucht herrauszufinden, was wir am ersten Abend gegessen haben. Es hört sich an wie "Tok Bukki", besteht aus dicken Reisnudeln in einer scharfen Sauce. Es ist eine Art traditionell Koreanisches Fastfood und sehr lecker. Vielleicht kann ich ja den Namen von dem Zeusch mal nachreichen, wenn ich mit ein paar Koreanern gesprochen hab.
Danach haben wir uns dann in eine Bar gesetzt und uns gewundert, warum Mitten in der Woche um 2 Uhr morgens nichts mehr los war :)

Am Donnerstag ging es dann los mit den Koreanischen Kulturschocks: Die Koreaner bleiben bei roten Ampeln stehen, hupen selten und Zigarettenstummel auf den Boden werfen kostet 50000 Won, also umgerechenet etwas weniger als 25 €. Was ich hier direkt auch erwähnen will: Taxifahren ist nicht so leicht wie es scheint in Korea. Wir haben dann später einen Trick entwickelt: Taxi vollmachen, Türen zu, dann erst dem Taxifahrer sagen, wo man hinwill und danach 10 Minuten anschreien, bis er endlich wiederwillig losfährt. Ich hab keine Ahnung, warum die kein Geld verdienen wollen.

Zunächt wollten wir uns die Stadt ein wenig anschauen und haben uns aus unserem Reiseführer eine Laufroute rausgesucht. Wir haben nichtmal die Hälfte geschafft, weil wir plötzlich auf einem großen Platz standen, wo schätzungsweise 2000 Frauen Kimchi machten. Kimchi ist eine typisch koreanische Beilage und es ist meistens kalter extrem, scharfer Kohl. Hört sich jetzt nicht so lecker an, aber ich find es nicht schlecht, wenn der Darm darauf klarkommt :)
Die ganze Veranstaltung ist eine Art Benefiz Aktion für die Armen, damit die auch Gimchi essen können. Wir haben uns dort ein paar Stunden aufgehalten und waren dort die Attraktion schlechthin. Wir wurden regelrecht mit Gimchi gestopft und Reuter und diverse andere koreanische Zeitungen haben jetzt viiiiele Fotos von uns.
Als wir uns dann endlich wieder losreissen konnten, war unser Hunger auf Gimchi erstmal getilgt. Wir haben dann ein koreanisches Restaurant aufgesucht und uns mit dem landestypischen Barbeque den Bauch vollgeschlagen.
Anschließend bin ich noch shoppen gewesen und hab mir nen neuen Pulli und Mütze gekauft. Nicht so spannend, aber ich erwähne es mal, weil meine liebe Mutter mich immer fragt, ob ich schon Winterklamotten gekauft hätte.
Wieder im Hostel angekommen, wollten wir dann zu Abend essen. Paul hatte Karen eingeladen und wir sind dann Alle zusammen zum Geheimtipp unserer Hostel-Mutter.
Jetzt kommt eine der besten Geschichten aus diesem Urlaub:
Nachdem wir zunächst weggeschickt wurden, weil nichts zu essen mehr da sein sollte, wurden wir dann doch noch herrein gebeten und nach einem kurzen koreanischen Gespräch zwischen Karen und dem Koch kam foldenes Statement: "I'm sorry. They just have lots of alcohol and meat. Do you still want to eat here?" Ok, Karen kannte uns noch nicht so gut, aber ein besseres Essen als das oben genannte, kann es ja für einen Deutschen nicht geben. Zum Ende wurden wir noch mit Soju bekannt gemacht. Hier ist das Getränk gemeint. Später sollten wir noch ein Mädel kennenlernen, die genau diesen Spitznamen hatte. Wir haben garnichterst nachgefragt warum. :)

Am Freitag sind wir dann morgens losgezogen um uns die EWHA Womans (keine Ahnung warum man das nicht Women's schreibt) University. Als alter Aachener Maschinenbaustudent muß man sich ja schließlich mal anschauen, wie so ein Pendant zu unserer Uni in der Heimat aussieht. Schöne Frauen und die passende Uni, da will man(n) gerne studieren. Ganz nebenbei soll das wohl die größte Frauenuniversität der Welt sein. Man weiß es nicht. Danach haben wir unsere, am Vortag begonnene, Laufroute fortgesetzt. Wir haben noch ein paar schöne Ecken gesehen und sind danach auf den Seoul-Tower geklettert, bzw Seilbahn hochgefahren. Zwischendurch gabs es dann nochmal "Tok Bukki" als Snack und ein Geburtstagsgeschenk für Guido haben wir auch gefunden. Die Sicht vom Tower war traumhaft und die Stadt sah irgendwie total friedlich und ruhig von dort oben aus. Anschließend bin ich in einen großen Elektronik-Markt gefahren, weil ich dem Michael versprochen hatte, dass ich Ihm den neuen Ipod Nano 16GB mitbringe. Der kostet nur so ca. 125€ in Korea.
Am Abend waren wir dann auf eine Privatparty des Kimchi Club. Ich weiß leider nicht, was das für eine Veranstaltung war, aber die Party war gut und ich habe auch direkt mal den ersten Platz bei der Verlosung gemacht. Dabei habe ich erstmal alle Deutschen nach vorne geholt, weil ich ja eine Flasche "Irgendwas" gewonnen hatte, die unbedingt geleert werden mußte und eine Rede halten sollte. :)
Die Nacht haben wir dann in einer der unzähligen HO Bars ausklingen lassen, mit den Koreanern gequatscht und Bier getrunken.

Der Samstag startete dann mit einer Fahrradtour. Henning und ich haben uns dann direkt mal ein Tandem gegönnt, weil man ja in China schon den ganzen Tag auf nem normalen Fahrrad rumdüst. Wir sind dann schön am Hangang (Fluss) entlang gefahren und haben uns noch das WM Stadion aus 2002 angeschaut. Das Wetter war leider nicht so der Knaller, aber dafür hatten wir ja auf dem Seoul Tower gutes Wetter und wir mußten dann beim Biken auch so nicht schwitzen. Nach der Fahrradtour sind wir dann mit Karen und Ray in die Public Sauna gegangen. Sauna läuft in Korea ein bisschen anders ab. Die Leute haben Alle eine Art Schlafanzug an. Dafür ist die Sauna dann auch gemischt, was für Asien nicht selbstverständlich ist. Es gab in der Sauna auch einen reinen Frauen und Männerbereich. Die habe ich mir allerdings Beide nicht angeschaut. In der Sauna konnte man sogar übernachten. Das ist billiger als ein Hotel und wenn wir das früher gewußt hätten, wäre das auf jeden Fall eine Überlegung wert gewesen. Nachdem wir in der Sauna gemütlich entspannt hatten, sind wir auf das 63 Building hoch. Von dort hatten wir eine geniale Sicht über die Stadt bei Nacht und nebenbei konnten wir uns noch die Hello Kitty Art Gallery anschauen. Der absolute Knaller. Die wollte ich doch schon immer mal sehen.
Anschliend haben wir uns das Koreanische Nachtleben angeschaut und kräftig mitgemischt. Zum Abschluss haben wir uns die Heimfahrt dann mit einem schwarzen Taxi gegönnt. Das Schwarz meint nicht die Arbeit des Fahrers sondern die Lackierung. Das sind die Luxus-taxis und kosten auch ungefähr das Doppelte. Dafür bekommt man allerdings auch einiges geboten. Der Fahrer kann Englisch, fährt dich dahin wo du willst, ohne das 10 Minuten Anschreien-Ritual, der Fahrer trägt einen Anzug und man sitzt auf echten Ledersitzen. Läuft!

Der Sonntag war dann ganz relaxt. Wir sind zum Changdeokgung Palast gefahren, bzw haben uns fahren lassen. Diesmal wieder mit dem normalen Taxi. Sehr schöne Anlage. Es ist schwierig zu beschreiben, ich lasse einfach die Bilder sprechen. Um 18 Uhr sind wir dann wieder zurück nach Beijing in unser geliebtes Chaos geflogen und auch sicher wieder gelandet.

Alles in Allem war es eine sehr schöne Reise. Vielen Dank nochmal an den Paulemann für die Vermittlung mit den Koreanern und auch an die Koreaner, dass sie sich so viel Zeit genommen haben und uns die Stadt als Insider gezeigt haben.

Das war jetzt viel Text, aber ich hab euch ja auch lange warten lassen. Ich gelobe Besserung und werde bis Ende der Woche die Fotos sortieren, zusammensammeln und die Besten hochladen.

Bis denne

Montag, 3. November 2008

Kanye West Konzert und noch ein paar Videos

Wieder was Neues aus good old China,

Ich war am Samstag im Worker's Gymnasium zum Kanye West Konzert. Wie es war? Nunja, ich sag mal: Chinese Style!
Aber fangen wir doch mal ganz am Anfang an.
Das Konzert war für 19:30 angesetzt. Ziemlich früh für ein Konzert, wie wir fanden. Aber ok, vielleicht ist das in China einfach so. Die Chinesen sind ja meistens Frühaufsteher und gehen dementsprechend auch früher ins Bett.
Wir haben dann herrausgefunden, dass vor Kanye noch ein DJ als "Vorgruppe" auflegt. Dementsprechend konnten wir dann doch etwas später dort hinfahren.



Als wir dann in Sanlitun im Worker's Gymnasium angekommen waren, wartete auch schon die nächste Überraschung auf uns.
Im ganzen Stadion gab es ausschließlich Sitzplätze. Sogar direkt vor der Bühne wurde gesessen. Dann wurde zu allem Überfluss noch richtig schön viel Platz zwischen den Reihen gelassen und zum Künstler war auch viiiiel zu viel Platz. Da müssen die Chinesen wohl noch einiges lernen.
Wie schon erwartet, kam mit sitzenden Zuschauern die Stimmung nicht so richtig in Fahrt. Heiko, Jörn und Ich wollten dann mal ein bisschen für Stimmung sorgen und haben uns recht weit unten vor die Bühne in den Gang gestellt. Nachdem wir dann ca. 10 Minuten lang die Sicherheitsleute ignoriert haben und uns der Chef der Sicherheitsteams die Wahl zwischen rausfliegen und auf unsere Sitzplätze setzen gelassen hat, haben wir uns der "Autorität" gebeugt.
Das Konzert war dann doch ganz gut, aber leider kein Vergleich mit deutschen Maßstäben.
Was auch noch erwähnenswert ist, dass die Chinesen es irgendwie hinkriegen das gesamte Stadion unmittelbar nach dem Konzert in 5 Minuten zu evakuieren. Das sieht dann ungefähr aus wie eine Massenflucht bei ausverkauftem Konzert mit grob geschätzten 3000 Menschen.
Außerdem haben wir son ungefähr alle Leute die wir in Beijing bisher kennengelernt haben im Stadion wiedergetroffen. Naja, vielleicht hab ich jetzt ein bisschen übertrieben, aber Beijing ist eben auch nur ein Dorf.
Unter Anderen haben wir auch die Su Fei von Sexy Beijing getroffen. Eine sehr sehenswerte Sendung auf Youtube.
Achso, bevor ich das vergesse: Es gab kein Bier auf dem Konzert! Wer hat da denn gepennt?

Hier schiebe ich mal noch 2 Videos vom Heiko nach. Die sind noch von unserem Trip in der National Holiday Week. Einfach anschauen und Spass haben.





Bis bald